stoffwechseltherapie

Seit 100 Jahren gibt es zur gängigen Auffassung Krebs sei eine genetisch bedingte Erkrankung, die Auffassung des Nobelpreisträgers Otto Warburg, Krebs sei in Wirklichkeit eine Stoffwechselerkrankung.

 

Je nachdem welcher Auffassung man folgt, hat das gravierende Konsequenzen für die Therapie.

 

2016 erschien das bahnbrechende Buch "Paradigmenwandel" (im Kopp Verlag später unter "Über die Wahrheit stolpern" veröffentlicht) des Medizinjournalisten Travis Christofferson, welches den 100 jährigen Weg der Krebsforschung nachzeichnet und zusammen mit hochrangigen Forschern zu der Auffassung kommt, dass das Gen- Konzept nicht nachgewiesen werden konnte und in gewisser Weise widerlegt worden ist. In einer der grössten Forschungsvorhaben in der Geschichte der Medizin wollte man 2005 in dem Projekt TCGA (The Cancer Genome Atlas) die Gen- Hypothese ein für alle mal beweisen. Als die TCGA- Daten analysiert wurden brach der dogmatische Glaube an Krebs als einer genetischen Krankheit, der mehr als ein Jahrhundert der Forschungsbemühungen ausmachte, in sich zusammen. Es konnten keine neuen Onkogene gefunden werden und noch beunruhigender war die Erkenntnis, dass sich für keine der gefundenen Mutationen eindeutig nachweisen liess, dass sie die Krankheit verursachte. Die hochgradige intra- und intertumorale Heterogenität , die vom TCGA- Projekt aufgedeckt wurde, löste kollektive Fassungslosigkeit aus, die auch 2008 mit noch besseren Sequenzierungstechniken bei 24 Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs, bei denen 20.000 Gene, von denen man annahm, dass sie im menschlichen Genom für Proteine codieren, nicht wich. Und als man 2012 die Sequenzdaten von über 21.000 Genen aus 100 Brustkrebsproben  veröffentlichte, widersprachen die Daten allem, was von der Gen- Hypothese der Krebsentstehung vorausgesagt worden war.

 

Der Entdecker der Doppelspirale der DNA und Nobelpreisträger und Leiter einer der grössten und teuersten Forschungsprojekte der Menschheitsgeschichte, dem "Human Genome Project",  James Watson überdenkt die Situation 2009 in der New York Times "To Fight Cancer , Know the Enemy" und legte Wissenschaftlern auf der ganzen Welt nahe, ihren Forschungsschwerpunkt von der Genetik zum Stoffwechsel des Krebses zu verlagern.

 

Ganz erstaunlich  ... immer mehr Substanzen aus der Schulmedizin, aber auch aus der Natur, die seit Jahrzehnten bekannt, im Einsatz, billig und vergleichsweise untoxisch sind wirken gegen Krebs ... und das vor allem über die Beeinflussung des Stoffwechsels und wissenschaftlich gut belegt.

 

Wenn man in der grössten medizinischen Datenbank der Welt recherchiert, dann ergibt z.B. die Suche nach "Metformin and Cancer" 5552 Treffer (Stand 04.2021) - das heisst: es gibt weltweit 5552 wissenschaftliche Studien die den Zusammenhang einer Metformintherapie bei Krebs erforschen. Und Metformin setzt als ein üblich eingesetztes Diabetesmedikament am Stoffwechsel an !

 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=metformin+cancer

 

Wie traurig, dass dieses Wissen trotzdem weitgehend unbekannt geblieben ist und damit nicht umgesetzt wird. Zu billig ?

 

Diese Therapieform wird im englischen Sprachgebrauch "Re- purposed medicines in cancer treatment"
zu deutsch in etwa: "Verwendung von bekannten anti- krebswirksamen Medikamenten (mit anderer Zulassung "off-label-use" als für die Krebstherapie) zur Therapie von Krebs ".

 

Als Medikamente kommen sehr gebräuchliche Medikamente wie z.B. Aspirin, Statine, Metformin, Dipyridamol, Mebendazol, Doxycyclin  usw. zum Einsatz.

 

In London gibt es die Klinik "Care Oncology Clinic", die sich die Erforschung dieses Stoffwechsel- Therapieansatzes zum Ziel gesetzt hat.

 

Seit Kurzem gibt es - auf meine Intervention hin - das sehr empfehlenswerte Buch von Jane McLelland: Den Krebs aushungern ohne selbst zu hungern, im VAK Verlag auch auf deutsch.

Jane McLelland hat als Stadium IV- Krebspatientin den Stoffwechseltherapieansatz auf geniale Weise weiterentwickelt und begründet diesen mit zahllosen wissenschaftlichen Studien.

Ein weiterer interessanter Artikel zu dem Thema ist  z.B. the professor who cured his cancer with a cocktail of everyday pills and 20 yeras on remains disease-free